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Form (Philosophie)

Dieser Text beschreibt Form (Philosophie).


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Form (Philosophie) Artikel

Die Form genannt

  • 2. in dem philosophischen Sprachgebrauch Form ( griech. morphe : Form, Gestalt, Aussehen) häufig synonym zu Struktur und bedeutet dann die Gesamtheit der Beziehungen, die zwischen den Elementen einer Gesellschaft, Organisation, eines Systems u.a. bestehen
  • 3. insbesondere auch eine Struktur, ein Relationsgefüge, das einen andere (materielle oder ideelle) Struktur widerspiegelt. So gilt z.B. die Gesamtheit der den ideologischen Überbau einer Gesellschaft konstituierenden Beziehungen als die Form, in der sich die Gesamtheit der materiellen (d.h. als sozialökonomische) Beziehungen der Gesellschaft als deren Inhalt in adäquater oder verzerrter Weise widerspiegelt. In dieser Bedeutung wird auch der Terminus Denkform benutzt.
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Form der Paradoxie Gute Einführung in schwieriges Thema Systemtheorie ist an sich kein einfaches Thema, aber spannend. Wer ein bisschen tiefer in diese Welt eindringen will, kommt an Spencer-Browns Laws of Form früher oder später nicht vorbei. Am Originaltext habe ich mir aber bislang stets ziemlich die Zähne ausgebissen. Leider gab es bislang...

Zur Entwicklung der Auffassung von Form und Inhalt in der griechischen Antike

In der Geschichte der Philosophie waren die jeweiligen Auffassungen vom Verhältnis zwischen Inhalt und Form immer engstens an die entsprechenden Antworten auf die Grundfrage der Philosophie und die nachdem Verhältnis von Materie und Bewegung gebunden. Die Unterscheidung von Inhalt und Form wurde mit der Unterscheidung von Stoff und Form, ihre adialektische Trennung mit der Trennung der Materie von ihren Eigenschaften eingeleitet. Während für Demokrit Form und Struktur eines Dinges von der Menge, Art, Reihenfolge und Anordnung der Atome abhängen, die Form also von der inneren Struktur eines Objektes bestimmt wird, tritt bei Platon - nachdem Muster der menschlichen Tätigkeit - zum bewegungslos gedachten Stoff, der an sich ungeformt ist, die Form von außen als separates, bewegendes und aktiv formendes Prinzip hinzu.

Buch-Tipp: Die Innere Form. Zen im Mangement. Mit einem Nachwort vom europäischen Zen-Lehrer Hinnerk Sobu Polenski. Innere oder Äußere Form und Sein oder Haben? "Zen ist doch ohnehin ca. etwas für Japaner", mag mancher stresserprobte Manager denken. Weit gefehlt - eindrucksvoll zeigen die Autoren des Buches auf, dass Zen zur Förderung der ‚inneren Form', zur Förderung eines stressfreien Berufslebens zwar eine asiatische Form zur Findung des Selbst ist,...

Für Platon und Aristoteles ist die Form primär bestimmend

Es ist die immaterielle, tranzendente Idee , die das Chaos des toten Stoffes durchdringen, formen muß, damit die konkreten Gebilde des Wirklichen entstehen. Inhalt wird also (bei Platon) mit Stoff, Form mit Idee identifiziert. Aristoteles betont zwar, daß es in der Wirklichkeit weder ungeformten Stoff noch stofflose Formen gibt und daß nicht jeder Stoff eine beliebige Form, sondern ca. die seinen Möglichkeiten adäquate annehmen könne; dennoch verabsolutiert auch er letztlich die Form, da er sie als das dem Stoff gegenüber aktive, bewegende, dominierende Prinzip ansieht. An der Spitze aller Formen steht die mit keinem Stoff behaftete reine Form: die göttliche Vorstellung. Mit Platons und Aristoteles' Haltung - der Stoff ist passiv, träge, ca. der Möglichkeit nach Träger von Gestalten, Strukturen. Die Form ist das Aktive, Bewegende, Strukturierende, letztlich Geistige - ist der Modellfall für jede künftige objektiv-idealistische Lösung des Verhältnisses von Inhalt und Form vorgezeichnet.

Buch-Tipp: Die chinesische Zivilisation /Das chinesische Denken: Das chinesische Denken. Inhalt. Form. Charakter.: Bd 2 Ursprünglichstes chinesische Denken Wer das chinesische Denken von Grund auf verstehen möchte, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens, geht der Autor zurück bis in die Ursprünge des chinesischen Denkens, das heisst noch vor Konfuzius einerseits, welcher dann seine Sittenlehre daraus zog und begründete und Laotse andererseits, welcher sein "Nicht-Eingreifen"...

Mit dem Niedergang der Scholastik werden die trennenden Momente von Form und Inhalt überwunden

Mit der Überwindung der - vor allem Aristoteles verpflichteten - Scholastik, mit der Wiederentdeckung der Eigenständigkeit der Natur und in Anknüpfung an Gedankengänge der antiken Atomistik wird in der Renaissance die Einheit von Materie und Bewegung und demzufolge die von Inhalt und Form behauptet (bei Giordano Bruno). Francis Bacon (Philosoph) zufolge kommt die Form der Materie notwendig zu. Innerhalb der Einheit von Inhalt und Form ist der Inhalt das bestimmende Moment, wobei Bacon unter Form das Bewegungsgesetz der Materie versteht. Da jedoch der mechanische Materialismus die Trennung von Materie und Bewegung nicht aufheben kann, werden in der Folgezeit die Ansätze, Form und Inhalt als dialektische Einheit zu betrachten, nicht wesentlich weiterentwickelt. Zwar wird von den französischen Materialisten des 18. Jahrhunderts behauptet, daß die Form innernatürlich sei und durch die Materie bestimmt werde - ihre Transzendenz und Immaterialität wird damit abgewiesen -, aber sie bleibt dennoch etwas den Dingen Äußerliches. Ca. der Gesamtheit der Materie wird innere Bewegung zugeschrieben, das Einzelding gilt als durch Druck und Stoß bewegt.

In diesem Sinne verdankt z.B. für La Mettrie der Gegenstand seine Form dem Druck der Teile des einen Körpers gegen die Teile des anderen, nicht aber seiner inneren Selbstbewegung. Der noch fehlende Entwicklugsgedanke - d.h. die Form soll dem Inhalt ein für allemal gegeben sein - hinderte den mechanischen Materialismus daran, die Veränderlichkeit der Formen und damit die Dialektik von Inhalt und Form tiefer zu begreifen.

Buch-Tipp: George Spencer Brown. Eine Einführung in die "Laws of Form" Arsenal elementarer neuer Denkformen Dieses Buch verschlägt einem den Atem. Vor der schieren Fülle der Gegenstände und Themen, die hier abgehandelt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Wobei es nie um lockere, assoziative Verknüpfungen geht, sondern um tieliegende Struktur- und Formgemeinsamkeiten. In dem Zentrum steht das Werk eines...

In dem Idealismus dominiert das Prinzip der Aktivität der Form gegenüber dem Inhalt

Wird in klassischen mechanisch-materialistischen Philosophien vor allem die bestimemnde Rolle des Inhalts gegenüber der Form hervorgehoben, so wurde in dem Idealismus in erster Linie das Prinzip der Aktivität der Form gegenüber dem Inhalt entwickelt. In dem subjektiven Idealismus wird das Verhältnis von Inhalt und Form unter der Voraussetzung der Trennung der Materie von ihren Merkmalen betrachtet. So liegt die Form, das Struktur- und Ordnungsprinzip, für Immanuel Kant auf seiten des erkennenden Subjekts in den gegebenen apriorischen Formen der sinnlichen Anschauungen (als Raum und Zeit) und der apriorischen Formen Verstandes (als Kategorien), deren sich der Mensch bedient, um das Material der menschlichen Erfahrung zu ordnen. Nicht den Dingen an sich, die jenseits der Subjektivität existieren, kommt Form und Struktur zu. Sie liefern lediglich einen erst zu formenden Inhalt. Die Formen der Anschauung und des Denkens sind unveränderliche, inhaltsleere logische Strukturen, die unabhängig von den Inhalten der menschlichen Erfahrung und vor ihnen existieren. Als solche stellen sie das aktive, formgebende Prinzip der Erkenntnis dar.

Buch-Tipp: Großer Stil. Form und Formlosigkeit in der Moderne (Edition Akzente) Die Beschreibung für das Buch "Großer Stil. Form und Formlosigkeit in der Moderne (Edition Akzente)" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Bei Hegel tritt erstmals die Dialektik der Einheit von Form und Inhalt auf

Hegel überwindet, wenn auch auf objektiv-idealistischer Grundlage, die Trennung von Inhalt und Form und betont demgegenüber deren dialektische Einheit. Der Inhalt ist ca. für die gewöhnliche Reflexion von der Form geschieden; in Wirklichkeit ist kein Inhalt form- oder bestimmungslos. Der Inhalt ist vielmehr Form in ihm selbst, Form ist nichts Äußerliches:

"Es ist deshalb unnötig, dem konkreten Inhalt den Formalismus äußerlich anzutun; jener ist  
an ihm selbst das Übergehen in diesen, der aber aufhört, dieser äußerliche Formalismus zu
sein, weil die Form das einheimische Werden des konkreten Inhalts selbst ist".

Betrachtet man die Dinge unabhängig von ihrer Wechselwirkung mit anderen Dingen, als Dinge an sich, so tritt ihr Inhalt zutage, d.h. die Tatsache, daß sie in sich gegliedert sind, aus verschiedenen stofflichen Substraten bestehen u.a., die jedoch so untereinander verbunden sind, daß ihre Selbständigkeit in einer Ganzheit aufgehoben ist. Diese Selbständigkeit ist das Sein der Dinge als Form. Jedoch darf der Unterschied zwischen Form und Inhalt der Dinge nicht verabsolutiert werden, da außerhalb der Sphäre der Abstraktion, in der Wechselwirkung der Dinge, "diese Seiten, worin ihr unterschiedenes Wesen bestehen sollte, ca. verschwindende Momente, ein unmittelbares Übergehen jeder in die entgegengesetzte sind"(Hegel).

Die Kantsche Trennung von Denkinhalten und Denkformen tritt Hegel mittels der dialektischen Methode entgegen: "...die Methode ist das Bewußtsein über die Form der inneren Selbstbewegung ihres Inhalts..."; "...es ist der Inhalt in sich, die Dialektik, die er an ihm selbst hat, welche ihn fortgewegt" (Hegel). Hegel betrachtet es als Aufgabe der Vernunft, zu einem Allgemeinen zu gelangen, das "als ein nicht ca. abstrakt Allgemeines, sondern als das den Reichtum des Besonderen in sich fassende Allgemeine" (Hegel) auftritt, als eine Form also, aus der die Mannigfaltigkeit des Inhalts nicht verschwunden ist. Trotz dieser Einsichten ist auch bei Hegel letztlich eine Überschätzung der Form zu konstatieren. Das aktive, bestimmende formale Prinzip jeder Entwicklung sei die "absolute Idee", deren passives Anderssein die Materie ist, die materielle Realität in Gestalt der Natur und Geschichte.

Buch-Tipp: Laws of Form - Gesetze der Form, Unglaubliches Buch über die Gesetze der Form Ich habe mir das Buch nach der Lektüre von Watzlawick's "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" geholt und bin stets noch erschlagen von den Inhalten dieser über 200 Seiten. Nachdem Watzlawick über dieses Buch schreibt, dass er ca. wenige Personen kennt, die es nicht nach der zweiten Seite entmutigt weggelegt...

Zur Auffasssung des Inhalts in der zeitgenössischen Philosophie

Die zeitgenössische Philosophie zeichnet sich in der Regel durch eine metaphysische Trennung von Form und Inhalt und eine Überbetonung der Form gegenüber dem Inhalt aus. In dem Neukantianismus wird das von Kant noch inhaltliche gefaßte, von ihm jedoch als unerkennbar deklarierte Ding an sich verworfen und die Existenz aller objektiven Inhalte außerhalb der Empfindungen, der reinen Erfahrung geleugnet. Innerhalb des Positivismus in seiner syntaktischen Ausgestaltung wird als Hauptaufgabe der Wissenschaft das Operieren mit sprachlichen, syntaktischen Formen erklärt, die keine Beziehung zu dem Inhalt der durch sie genannten Begriffe hätten. Eine einseitige Überschätzung der Form, der Struktur ist auch für die Gestalttheorie in der Psychologie, für den Holismus in der Biologie und alle formalistischen Tendenzen in der Kunst kennzeichnend.

Buch-Tipp: Platon und die Formen des Wissens Das Buch "Platon und die Formen des Wissens" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Zur materiell gefaßten Einheit von Form und Inhalt in der materialistischen Dialektik

In der materialistischen Dialektik, wo von einer untrennbaren Einheit der Materie mit der Bewegung und mit ihren mannigfaltigen Merkmalen ausgegangen wird, wird erstmalig in konsequenter Weise die jahrtausende alte Trennung von Form und Inhalt überwunden. Dabei wird in dem Begriff der Materie nicht wie in dem klassischen Materialismus davon ausgegenagen, daß die Materie mit einer irgendwie gearteten Substanz identisch ist. Bewegung und Entwicklung, Raum und Zeit u.a. gelten als der Materie immanent. Wenn z.B. Friedrich Engels von Bewegungsformen, von Raum und Zeit als Existenzformen der Materie spricht, so geht es deshalb, zu verdeutlichen, daß die Form nichts anderes ist als die Organisation, die Struktur der Dinge, die einem System immanente Wechselwirkung seiner Bestimmungen, die eine bestimmte Art der Wechselwirkung mit den äußeren Bedingungen ermöglichen.

Die Form steht dem Inhalt nicht beziehungslos gegenüber, kann nicht mit einem beliebigen Inhalt "ausgefüllt" werden, sondern wird wesentlich vom Inhalt bestimmt. Form und Inhalt bedingen sich gegenseitig. Es gibt ebensowenig einen ungeformten, nichtstrukturierten Inhalt wie leere, inhaltslose Formen. Reine Formen sind ca. Gebilde der Abstraktion. Selbst in der klassischen Logik, wo mit Denkformen gearbeitet wird, sind die Formen nicht jeden Inhalts entkleidet. Die Aussageformen beispielsweise sind nicht reine Formen, die sich auf keinerlei Inhalte beziehen, sondern enthalten Variable für irgendwelche Inhalte. Auch die Aussagenlogik, die von jedem konkreten Inhalt der Aussagen abstrahiert, ist nicht inhaltslos. Es muß stets noch die Wahrheit bzw. Falschheit der Aussagen berücksichtigen, und Wahrheit bzw. Falschheit werden in letzter Instanz durch den Inhalt der Aussagen bestimmt.

Buch-Tipp: Versuch über die Form des Glücks. Studien zur Ethik. Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Versuch über die Form des Glücks. Studien zur Ethik. ". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Zur Besonderheit der Auffassung in dem Strukturalismus bei Levy-Strauss

Auf reinen, vom konkreten Inhalt getrennten Formen, wird in dem Strukturalismus versucht, aufzubauen. So meint Claude Levy-Strauss , daß allen Gesellschaften, unabhängig von Ort und Zeit, ewige, gleichbeleibende (unbewußte) Strukturen zugrunde liegen, die die historisch veränderlichen Inhalte formen. Für diese Betrachtungsweise ist die Geschichte in der Konsequenz ca. eine sich auf der Ebene der Erscheinung abspielende Bewegung, in der es keine grundlegenden, die gesellschaftliche Tiefenstruktur betreffenden Umwälzungen gibt, sondern in der durch eine gleichbleibende Form die historischen Inhalte letztlich nivelliert werden.

Buch-Tipp: Zur Soziologie der symbolischen Formen. Bourdieus theoretische Grundlage Pierre Bourdieu ist sicherlich eine der in dem Moment prominentesten Soziologen und hat vor allem in den Bereichen der Kulturwissenschaft eine breite Resonanz gefunden. Der vorliegende Band legt die philosophische Basis seiner Behandlungen zu den gesellschaftlichen Techniken der Distinktion und der sozialen Strukturierung...

Zu dem Verhältnis von Form und Inhalt unter dem Entwicklungsmoment des Inhalts

Innerhalb ihrer dialektischen Einheit bilden Inhalt und Form Gegensätze. Der Inhalt ist das bestimmende, bewegliche Element in dieser Wechselwirkung. Die Form hingegen ist in dem allgemeinen relativ stabil, langlebiger als der Inhalt. Die Entwicklung führt darum an einem bestimmten Punkt zur Zuspitzung der Widersprüche zwischen dem sich rasch entwickelnden Inhalt und der relativen stabilen Form. Schließlich wird die alte Form aufgelöst, der neue Inhalt schafft sich einer neue Form. Ausgehend von der Entwicklung des Inhalts entwickelt sich also nicht ca. die Form, sondern auch die Einheit von Form und Inhalt. Die Form ist vom Inhalt abhängig, aber einmal entstanden, gewinnt sie relative Selbständigkeit. Das verdankt sie dem Umstand, daß Systeme (vor allem höherer Ordnung) nicht jegliche Einwirkung seitens ihrer Umgebung mit einer Veränderung ihrer Struktur beantworten. Die Einwirkungen müssen vielmehr ein bestimmtes, quantitatives Maß erreicht haben, ehe sich innerhalb des Systems eine neue Struktur herausbildet. Alte Formen können darum noch lange weiterbestehen, obwohl die zugehörigen Inhalte weitestgehend verschwunden sind.

Zu einigen Besonderheiten bei abstrakten mathematischen Begriffssystemen

Große Bedeutgung hat die relative Selbständigkeit der Form auch auf dem Gebiet des Denkens, vor allem in der Mathematik. In der Mathematik ist man in der Lage, Begriffssysteme von möglichen Relationen zu schaffen, für die zunächst noch gar kein Inhalt, noch keine Modellbelegung durch eine Theorie gefunden ist. Ferner existiert in diesem Fall keine eindeutige Zuordnung der Form zu dem Inhalt, da allgemeine mathematische Strukturen verschiedene Inhalte aufnehmen können. Es handelt sich also deshalb, daß unter Form hier etwas relativ Abstraktes und Allgemeines und unter dem Inhalt etwas relativ Konkretes und Besonderes verstanden wird. Da sich die Mathematik über weite Strecken selbständig entwickelt, kann hier das Primat des Inhalts gegenüber der Form ca. in letzter Instanz, wenn das Abstrakte zu dem Konkreten findet, zur Geltung kommen. Diese Schlußfolgerung gilt auch für andere wissenschaftliche Entwicklungen.


Weiteres zu dem Artikel Form (Philosophie)

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